Kant über Unmündigkeit und Heteronomie
DOI:
https://doi.org/10.21146/0134-8655-2025-40-108-119Keywords:
Kant, Autonomie, Heteronomie, Aufklärung, UnmündigkeitSupporting Agencies:
Эта статья была написана в рамках проекта DFG «Теория ошибки у Канта» (проект № 495635215).Abstract
Der Beitrag rekonstruiert Kants Begriffe von Aufklärung und Unmündigkeit im Lichte seiner Theorie der Autonomie und Heteronomie. Ausgangspunkt ist die These, dass sich Aufklärung und Unmündigkeit nur dann hinreichend verstehen lassen, wenn sie auf die normative Struktur moralischer Selbstgesetzgebung bezogen werden. Daran anknüpfend wird die These vertreten, dass Unmündigkeit und Heteronomie nach Kant selbstverschuldete Zustände sind, deren Überwindung in der Verantwortung des Subjekts liegt. Abschließend werden die Übergangsbedingungen von Heteronomie zu Autonomie analysiert, die als epistemisch-praktischer Bildungsprozess bestimmt werden. Dieser Prozess wird durch die drei Maximen des gemeinen Menschenverstandes strukturiert und in der Idee einer öffentlichen, medial vermittelten Vernunft konkretisiert.
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